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Ausflug an das Jazz Ascona 2016

Ausflug an das Jazz Ascona 2016

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Erst noch auf dem Stanserhorn und nur einen Tag später ging es dann schon weiter in den Süden, genauer gesagt zum Jazz Ascona. Der Anlass unseres Besuchs der schönen Stadt am Lago Maggiore waren zwei Tages-Tickets für das #JazzAscona16.
Dazu konnte ich natürlich nicht nein sagen. Haben wir doch als Kinder (bis zu meinem 23. Lebensjahr) die Ferien im Sommer immer im Tessin verbracht. Jeweils zwei bis drei Wochen waren wir am Camping Tamaro in Tenero. Somit haben wir natürlich auch immer wieder in Locarno und Ascona vorbeigeschaut. Als kleinere Kinder für Ausflüge und zum gemütlichen Eis essen und später waren es natürlich auch zwei beliebte Orte, um auszugehen.

Ausflug an das Jazz Ascona 2016

Damit wir vom Anreisetag auch etwas haben, starteten wir bereits um 09:36 bei uns im Solothurnischen mit der RBS. Von Buchsi (Herzogenbuchsee) ging es dann weiter über Zürich bis nach Locarno mit der SBB.
Schon als wir in Tenero vorbei fuhren, kamen die ersten grossen Erinnerungen auf; noch mehr dann, als unser Zug in Locarno einfuhr.
Von da aus ging es anschliessend mit einem Bus in Richtung Ascona.

Erste Nacht im Hotel Monte Verità

In Ascona angekommen, hiess es für uns erst mal «Bergsteigen»: Unten, von der Bushaltestelle aus, ging es über verwinkelte Gassen und Treppen hoch bis zu unserem ersten Hotel Monte Verità.

Da wir unsere Tickets knapp vor dem Event bekommen haben, hatten wir ein grosses Glück, überhaupt noch zwei (einigermassen bezahlbare) Hotelzimmer zu finden.

Bis zum Hotel hoch waren es 498 Treppenstufen, wie wir später am Abend noch gezählt haben. Schon bis dahin war ich extrem stolz auf meine kleine Maus. Hat sie doch die ganzen Strapazen des Aufstiegs trotz den 32° C ohne ein bisschen Murren mitgemacht. Als wir dann endlich oben im Hotel angekommen waren, wollten wir kurz den Zimmerschlüssel abholen. Trotz der Buchung von einem Erwachsenen und einem Kind, kam von der Booking-Plattform nur ein Einzelzimmer an. Somit hatten wir grosses Glück, dass im Hotel noch ein passendes Zimmer frei war und wir umbuchen konnten.

Das Hotel verteilt sich über eine grössere Fläche und hat insgesamt (glaube ich) fünf Gebäude. Unseres war ganz unten im Eingangsbereich. Bevor wir uns dahin aufmachten, genossen wir noch eine grosse Flasche Mineralwasser und meine Kleine einen Eistee. Das war auch nötig, denn als wir unten angekommen waren, sind wir falsch abgebogen und landeten schlussendlich auf einem abenteuerlichen Weg durch den Wald wieder ganz oben bei der Rezeption. Der ganze Weg natürlich immer mit unserem gesamten Gepäck.

Schlussendlich schafften wir es dann doch noch auf unsere Zimmer und genossen erst mal die leicht kühlere Temperatur und die nasse Dusche.

Jazz Ascona 2016

Nach der Dusche genossen wir noch eine halbe Stunde die Ruhe im Zimmer und dann ging es wieder runter  in die Altstadt von Ascona. Denn da gab es dann auch endlich das schon länger versprochene Eis für meine Maus. Das Glace gab es in der Gelateria, in der wir früher schon unseres genossen haben. Die Wahl fiel auf Fragola- und Puffo-Eis (Erdbeere- und Schlumpf).

Die gesamte Promenade von Ascona war abgesperrt und man kam nur mit einem entsprechenden Armband hinein. Dieses konnte man sich im Voraus oder an der Abendkasse für CHF 20.- kaufen – ein sehr fairer Preis für das, was man am Jazz Ascona alles geboten bekam.

Wer schon mal in Ascona war, wird genauso wie wir dem kleinen Dorf am Lago Maggiore verfallen sein. Mit seinen 193 m.ü.M. ist der See übrigens der tiefste Punkt in der ganzen Schweiz. Wenn man noch seine Tiefe (327 m) dazu rechnet und sich somit ganz auf den Grund setzen würde, wäre man sogar 170 Meter unter dem Meeresspiegel. Somit haben wir gleich auch noch etwas Geografie- und Wissenskunde hier im Beitrag untergebracht 🙂 Ihr lieben Leser dürft mir ja auch etwas mitnehmen beim Lesen meiner Blog-Posts.
Wenn ihr das schon wusstet – Chapeau – dann habt ihr in der Schule gut aufgepasst.

Zurück zum JazzAscona, welches in diesem Jahr stark von New Orleans geprägt wurde. Elf ganze Bands und Künstler kamen von einer der wichtigsten Städte des Jazz. Ascona alleine ist schon von einer tollen Atmosphäre geprägt, wenn dann aber auch noch Musik dazu kommt, vereinigt sich alles zu einem ganz mystischen Flair.
Das Jazz Festival in Ascona hat eine langjährige Tradition, insgesamt ist es jetzt schon das 32. dieser Art.

Wenn ihr selber mal ans JazzAscona kommen möchtet, solltet ihr euch unbedingt schon frühzeitig ein Zimmer reservieren. So knapp wie bei uns, wird das Ganze doch etwas sportlich und die Auswahl relativ gering. Aber wie ihr sehen könnt, klappt es auch spontan noch. Zur Inspiration schaut ihr am besten noch beim Festival eigenen YouTube Channel rein.

Gegen Mitternacht haben wir beide das Festival dann verlassen. Nach der zweiten Schlumpf-Glace haben wir uns dann dazu entschieden, dass wir doch wieder zu Fuss zum Hotel laufen. Nach 498 weiteren Treppenstufen und einer Dusche liessen wir uns ins Bett fallen sind auch gleich eingeschlafen. Unser Schlaf war extrem tief, haben wir doch nicht mal das laute und intensive Gewitter mit bekommen.

Mittagessen im Vera Gelateria

Nach dem Frühstück im Hotel ging es dann nach Locarno. Mit einer Kollegin und ihrer Nichte erkundeten wir die Stadt. Sie als Einheimische hatte zahlreiche Tipps für mich, wo man glutenfrei essen kann.

Ausflug an das JazzAscona 2016
Vera Gelateria – unser Mittagessen für den Samstag

Als erstes ging es gleich in die Vera Gelateria. Der Inhaber kennt sich mit Zöliakie aus und bietet je nach Saison und Tag auch glutenfreie Menüs an. Wir haben uns schlussendlich für Pasta mit Bolognese entschieden.
Zwei Erwachsene mit zwei kleinen Mädels und geliefert wird das Ganze direkt in einer Schüssel mit einer grosszügigen Portion Teigwaren. Dazu wird nach Wunsch natürlich auch Käse gereicht.

Anschliessend konnten wir aus zwei grossen, runden Eis-Tauen auch noch ein Glace wählen. Dieses einfach «nur» in dem Karton Körbchen. Das Glace ist aus eigener Produktion und schmeckte extrem lecker. Meiner einer hat drei Sorten gewählt: Schokolade, Stracciatella und zu guter letzt noch ein Ingwer-Eis. Klingt speziell, ist es aber auch – das Ingwer-Eis ist sehr würzig. Auf jeden Fall sehr lecker, das werde ich zu Hause auch mal versuchen, selber zu machen.

Eis Essen im La Mini Gelateria

Anschliessend ging es über die Piazza Grande in Locarno weiter durch die Altstadt. Da aktuell gerade das EM-Match Schweiz gegen Polen lief, auch relativ emotional.

Kurz vor dem grossen Kreisel findet ihr die La Mini Gelateria. Dort bekommt ihr veganes Speise-Eis. Diese sind aber nicht nur frei von tierischen Produkten, sondern auch noch von Gluten befreit. Zusätzlich bietet der Besitzer auch noch glutenfreie Waffeln an. Diese produziert er nicht nur für sich, auch andere Gelaterias können sich bei ihm eindecken. Je nachdem, wie viele er auf Vorrat hat, könnt ihr diese auch direkt bei ihm beziehen.
Das habe ich gleich auch getan und mir 10 Stück gegönnt. Ich freue mich schon sehr darauf, diese bald mit meinem selber gemachten Eis zu Hause testen zu können.

Zweite Nacht im Hotel Alpi

Nach unserem zweiten Eis ging es direkt zu unserem Hotel für die zweite Nacht. Hier fiel unsere Wahl auf das Hotel Alpi in Locarno. Ein kleines und feines Hotel gleich hinter dem «la rotonda» Kreisel (Piazza Castello), wohl einem der grössten hier in der Schweiz. Zu Fuss einfach zu erreichen, ca. acht bis zehn Minuten von der Piazza Grande entfernt.

Hotel Alpi Locarno
Hotel Alpi Locarno

Die Zimmer sind einfach und schlicht. Es gab alles, was wir brauchten und besonders die freundliche Begrüssung der Dame an der Rezeption hat es meiner Kleinen angetan. Bei dem Preis-/Leistungsverhältnis von unserer Seite eine wirkliche Empfehlung.

Hansel und Gretel

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Hansel und Gretel – leckere Süssigkeiten aus aller Welt

Vom Hotel aus ging es dann weiter zurück in die Altstadt von Locarno. Nach einem kurzen Halt im Restaurant Campagna und einem kühlenden Getränk ging es weiter zu «Hansel und Gretel». Übrigens: Im Restaurant Campagna gibt es glutenfreie Pizzas zu essen.

Das Hansel und Gretel ist ein kleines Geschäft, welches leckere Süssigkeiten anbietet. Die meisten kennen diese Süssigkeiten wohl von Haribo und ähnlichem. Der Verkäufer erklärte uns dann aber die Herkunft der einzelnen Süssigkeiten. Jeweils die besten Leckereien aus den verschiedensten Ländern der Welt. Darunter waren natürlich die USA genauso vertreten wie Spanien, Finnland und auch Süsses aus der Schweiz.
Auf Wunsch kann eine Auswahl an glutenfreien Süssigkeiten auch direkt per Post innerhalb der Schweiz versendet werden. Funktioniert natürlich auch mit den nicht glutenfreien Süssigkeiten.

Nachtessen im Pizza Flash

Wie es sich für Ladys gehört, ging es anschliessend für die beiden jungen Mädels noch auf Shopping-Tour. Praktisch für mein Portemonnaie war der aktuelle Ausverkauf der Sommerkleider. Noch praktischer, da bei uns der Sommer gerade erst begonnen hat.
Anschliessend trennten sich dann unsere Wege und wir gingen wieder zurück in unser Hotel. Nach einer Dusche lag meine Kleine nur kurz auf dem Bett und war auch gleich weg. Nach knapp 1.5 Stunden Schlaf stand sie dann aber wieder quick-lebendig auf und hatte Hunger.

Den hatte ich auch und wir machten uns gleich auf zum Pizza Flash. Auch dies eine Empfehlung meiner Kollegin, denn der Pizza-Lieferdienst bietet auch glutenfreie Pizzas an. Das mussten wir natürlich unbedingt testen.
Nach unserer Bestellung hatte ich das Vergnügen, noch ein wenig mit dem Besitzer über das Angebot zu sprechen. Stefan, vor mehr als 18 Jahren aus Deutschland ins Tessin ausgewandert, führt den Pizza Flash in diesem Jahr nun schon seit 10 Jahren. Seit 2015 bieten sie alle Pizzen auch glutenfrei an.
Der Grund ist einfach, denn seine Frau hat selber Zöliakie. Sie war unglücklich darüber, dass es keine Möglichkeit gibt, sich eine gf-Pizza liefern zu lassen.

Pizza Flash hat täglich am Abend von 17:00 bis 01:00 Uhr geöffnet. Leider reisten wir am Sonntag schon vor dieser Zeit ab, sonst hätten wir gleich nochmals eine solche Pizza geholt.

Jazz Ascona zum zweiten

Anschliessend ging es für uns wieder mit dem Bus nach Ascona direkt ans Jazz Festival. Dort angekommen, durften wir gerade noch den Schluss-Gang der Tremé Brass Band miterleben. Anschliessend hüpften wir von Bühne zu Bühne und lauschten unter anderem China Moses und Lillian Boutté und ihren Musikfreunden und ganz zum Schluss noch Sugarpie & the Candymen.
Dazwischen trafen wir nochmals auf Eileen und ihre Kolleginnen und hatten das Vergnügen, Sofia Clara kennenzulernen. Eine äusserst sympathische Lifestyle-Bloggerin aus Lausanne mit tollen Rezepten in ihrem Blog.

Unser Fazit zum Wochende in Ascona/Locarno

Am Samstag um 09:30 Uhr und am Sonntag sogar erst um 10:20 Uhr ist meine Kleine aus dem Bett gekommen. Müde aber glücklich haben wir uns auf den Weg zum Piazza Grande gemacht. Dort gab es für meine Prinzessin einen kleinen Zopf zum Frühstück und wir liefen langsam zum Hafen von Locarno.

«Das nächste Mal müssen wir auch mit dem Schiff fahren» war dann die Aussage von der Kleinen.

Viel mehr gibt es da nicht hinzuzufügen. Das Tessin hat mich schon in meiner Kindheit fasziniert und begeisterte meine Kleine auch dieses Mal wieder. Das war aber schon nach dem ersten Kurzbesuch klar.

Ausflug an das JazzAscona 2016
Shopping-Alarm – Kleider braucht das Mädel

Nach Möglichkeit werden wir das JazzAscona auch im kommenden Jahr wieder besuchen. Allen Jazz Liebhabern können wir das Festival wärmstens empfehlen. Sei es aus musikalischer Sicht und natürlich auch wegen Ascona selber.

Disclaimer: Besten Dank ans #JazzAscona für die beiden Tickets für mich und Eileen für die Möglichkeit. Auch ein grosses Dankeschön an Ursula für die Führung durch Locarno und seine glutenfreien-Hot-Spots.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein Gadget-verrückter Familienvater, der im Internet zu Hause ist. Verkrieche mich gerne im Keller und teile mich über Podcasts, Blogs, YouTube oder meine Social Media Kanäle mit. Unterwegs bin ich meist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und das unter anderem als #SBBservicescout.

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